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Welche Musik braucht es in Zeiten wie diesen? Was tröstet, tritt Arsch und beschreibt die Gegenwart, ohne sie schönzureden? MISSSTAND liefern darauf Antworten. „Smells Like Abgrund“ ist das neue Album der Band – entstanden aus zwei Jahren intensivem Songwriting und aufgenommen mit Langzeit-Wegbegleiter Tom Zwanzger im Stress-Studio Graz. Die zwölf Songs bringen den aktuellen Sound der Band auf den Punkt: direkter, drückender und vielschichtiger denn je. Seit ihren Anfängen 2008 verwandeln Mani, Patze, Manny und Dani die Gewalt der Gegenwart in Musik, deren Wut körperlich spürbar wird. Inhaltlich bewegen sich die Songs zwischen persönlicher Reflexion („Goodbye Resignation“, „Tunnel“), gesellschaftlicher Zuspitzung („2026“, „Blumen im Beton“) und klaren Ansagen gegen rechte Tendenzen („Niemals Freunde“). Mit Guido Donot als Feature-Gast gewinnt „Lichter? Aus!“ zusätzlich an Intensität. Und genau die braucht es: intensive Zeiten verlangen intensive Musik. „Smells Like Abgrund“ lebt von der DIY-Haltung der Band – von Unmittelbarkeit, Präsenz und Druck. Gleichzeitig bleibt Raum für Trost und Hoffnung. Im Abschlusssong „3 Akkorde“ verdichtet sich das zu einer einfachen, warmen Botschaft: „Leben wird nicht einfacher, doch ich find’s schön, dass wir nicht auf Stelle geblieben sind. Solange wir uns haben, reichen 3 Akkorde gegen alte Narben.“ Wer wissen will, wie der Abgrund riecht, ohne daran zu verzweifeln, sollte dieses Album hören Dirk Bernemann/April 26
First discovered Sep 3, 2026, 9:29 AM