Joel Brandenstein

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Zur Musik fand ich schon früh, als Kind. Die Plattensammlung meiner Mutter war für mich ein Schatz, den es jeden Tag neu zu heben und zu entdecken galt. Sie hörte viel Kate Bush, Prince, Michael Jackson, Herbert Grönemeyer, aber auch ganz andere Musikformen, für die Begriffe wie Pop- und Rockmusik zu eng gesteckt waren. Als ich 6 Jahre alt war und eingeschult werden sollte, ging meine Mutter für ein Jahr mit mir auf eine Reise durch Indien. Für einen kleinen, staunenden Jungen ist die Welt ohnehin groß. In diesem Jahr wurde meine Welt noch ein bisschen größer. Ich lernte neue Gerüche, andere Menschen und neue Töne kennen. Mit diesen Eindrücken kam ich wieder zurück in die überschaubare Stadt am Rhein, in der ich aufwuchs. Meine Musikreise hatte damals zwar bereits begonnen, nahm aber erste konkrete Formen an als ich 7 Jahre alt war. Freunde unserer Familie, die ein paar Instrumente besaßen, attestierten mir Talent, nachdem ich mich an deren Klavier und Schlagzeug ausprobiert hatte. Den anschließenden Klavierunterricht fand ich mühsam. Lernen nach Plan erschien mir wie Malen nach Zahlen. Ich wollte etwas eigenes Schaffen. Etwas, das ich in „Wish You Were Here“ von Pink Floyd hörte. Der Song besaß die Kraft, die etwas in mir auslöste. Welche das war, konnte ich als kleiner Junge nicht benennen. Aber sie traf auf tiefen Grund in mir.

Updated Nov 1, 2026, 11:26 PM
First discovered Aug 29, 2026, 7:50 PM